Welche Marketing-Plattformen eignen sich für welchen Onlineshop?
MyStoreLab-Ratgeber · Stand: September 2026 15 Min. Lesezeit

Welche Marketing-Plattform zu deinem Shop passt, entscheidet vor allem die Absicht deiner Käufer: Suchen sie aktiv nach deinem Produkt, sind Google-Suche, Google Shopping und SEO die kürzesten Wege; müssen sie es erst entdecken, führen Meta, TikTok, Pinterest und Creator schneller zum Ziel — und E-Mail-Marketing kommt in beiden Fällen dazu, sobald die ersten Besucher da sind. Ein zweites Kriterium schränkt die Auswahl weiter ein: Was pro Bestellung an Deckungsbeitrag übrig bleibt, bestimmt, ob du bezahlte Klicks überhaupt tragen kannst.
Eine allgemeingültige Rangliste der besten Plattform gibt es nicht — wohl aber eine saubere Zuordnung. Dieser Artikel geht die wichtigsten Kanäle für deutschsprachige Shops durch und nennt je Kanal: für welche Produkte und Preislagen er taugt, welche Absicht Nutzer dort mitbringen, was du technisch brauchst und wie schnell realistisch etwas passiert. Am Ende stehen eine klare Empfehlung für den Start ohne Reichweite und ein Abschnitt über den Produktdatenfeed, den gleich drei Plattformen aus derselben Quelle ziehen.
Zuerst rechnen: Was dein Warenkorb an Werbung erlaubt
Bevor du einen Kanal auswählst, rechne eine einzige Zahl aus: den Deckungsbeitrag pro Bestellung. Ziehe vom Verkaufspreis den Einkaufspreis, die Versandkosten, die Zahlungsgebühren und einen Anteil für Retouren und Ausschuss ab — was übrig bleibt, ist die Obergrenze dessen, was dich eine Erstbestellung an Werbung kosten darf. Eine Beispielrechnung (bewusst vereinfacht): Eine Beispielrechnung (bewusst vereinfacht): Bei 60 € Warenkorb, 26 € Einkauf, 5 € Versandanteil, rund 2 € Zahlungsgebühren und 2 € Rückstellung für Retouren bleiben etwa 25 € Deckungsbeitrag.. Diese 27 € sind dein maximaler Preis pro Bestellung, solange der Kunde nur einmal kauft. Kauft er erfahrungsgemäß nach, darfst du beim Erstkauf mehr ausgeben — aber erst, wenn du diese Nachkaufquote gemessen hast, nicht weil du sie hoffst.
Aus derselben Zahl folgt dein Break-even-ROAS, also das Verhältnis von Werbeumsatz zu Werbekosten, ab dem du nicht mehr draufzahlst: Er ist 1 geteilt durch deine Deckungsbeitragsquote. Im Beispiel sind 27 von 60 € rund 45 %, macht einen Break-even-ROAS von etwa 2,2. Jede Plattform zeigt dir ROAS-Werte an, aber keine kennt deine Marge — die Grenze musst du selbst kennen, sonst optimierst du auf eine Kennzahl, die dich Geld kostet. Notiere dir beide Werte, maximalen Preis pro Bestellung und Break-even-ROAS, bevor du die erste Kampagne startest.
Daraus ergibt sich schon die erste grobe Zuordnung nach Warenkorbhöhe. Liegt dein Deckungsbeitrag pro Bestellung im einstelligen Bereich, tragen bezahlte Klicks selten — dann arbeitest du besser an Bundles, Mindestbestellwert und Nachkauf oder setzt auf Kanäle ohne Klickpreis wie SEO, E-Mail und Creator-Kooperationen gegen Produkt. Bei hohen Warenkörben mit zwei- bis dreistelligem Deckungsbeitrag kannst du dir teurere Klicks und längere Entscheidungswege leisten; dort zahlen sich Google-Suche und Remarketing besonders aus. Wie sich die laufenden Shop-Kosten daneben verhalten, steht im Artikel „Was kostet ein Shopify-Shop?“.
Kanäle mit aktiver Kaufabsicht: Google-Suche, Shopping und SEO
In der Google-Suche triffst du Menschen, die bereits wissen, was sie wollen — das ist die teuerste, aber auch direkteste Form von Aufmerksamkeit. Voraussetzung ist, dass überhaupt jemand nach deinem Produkt sucht, und das kannst du in fünf Minuten prüfen: Tippe deine wichtigsten Produktbegriffe selbst bei Google ein. Findest du gekennzeichnete Anzeigen und mehrere Shops, existiert aktive Nachfrage; findest du nur allgemeine Ratgeberseiten, kennt dein Produkt noch niemand und Suchanzeigen laufen ins Leere. Der Kanal passt besonders zu Ersatz- und Nachkaufbedarf, zu klar benannten Produkten und zu allem, was Menschen mit einem konkreten Problem im Kopf suchen. Erste Signale siehst du meist innerhalb weniger Tage, weil die Auslieferung an vorhandenen Suchanfragen hängt und du nicht erst Nachfrage erzeugen musst — eine Einlernphase gibt es bei automatisierten Gebotsstrategien aber auch hier..
Shopping-Anzeigen zeigen Bild, Preis und Shopnamen und kommen nicht aus Keywords, sondern aus einem Produktdatenfeed im Google Merchant Center; Google bündelt dieses Inventar inzwischen stark in der Kampagnenform Performance Max. Voraussetzung sind saubere Produktdaten sowie eine Website, die Googles Anforderungen erfüllt: Impressum, Gesamtpreise inklusive Mehrwertsteuer, Versandkosten vor dem Checkout und eine Rückgabe- beziehungsweise Widerrufsregelung. Fehlt davon etwas, lehnt das Merchant Center einzelne Produkte oder das ganze Konto ab — die Gründe stehen im Produktbereich des Kontos, Artikel für Artikel. Bis zur Freigabe können einige Tage vergehen, danach laufen Klicks schnell an. Shopping funktioniert gut für vergleichbare Produkte mit eindeutigem Namen und ist dort zugleich ein Preisvergleich, weil dein Preis direkt neben dem der Konkurrenz steht.
SEO ist der langsamste Kanal und der einzige, dessen Kosten nicht mit jedem weiteren Besucher steigen. Shopify bringt die Grundlagen mit: Die Sitemap unter deine-domain.de/sitemap.xml entsteht automatisch — reiche sie einmalig in der Google Search Console ein; Seitentitel und Meta-Beschreibung bearbeitest du im Admin auf jeder Produkt- und Kategorieseite im Abschnitt zum Sucheintrag („Suchmaschineneintrag bearbeiten“); Ratgeberartikel legst du im Admin im Bereich für Inhalte an (Blogbeiträge; je nach Admin-Version findest du sie unter „Inhalt“ oder unter „Onlineshop“) — am schnellsten über die Suche oben im Admin mit dem Stichwort „Blogbeitrag“.. Die Arbeitspferde sind Kategorieseiten und Ratgeberinhalte, nicht die Startseite: Eine Kategorieseite mit echtem Text rankt für die Begriffe, mit denen Menschen einkaufen, ein Ratgeber für die Fragen davor. Realistisch vergehen Monate, bis daraus spürbarer Traffic wird — deshalb ist SEO ein Kanal, den du parallel aufbaust, nicht einer, auf den du wartest. Besonders lohnt er sich bei erklärungsbedürftigen Produkten, bei denen Käufer ohnehin recherchieren.
Kanäle für Entdeckung: Meta, TikTok, Pinterest und Creator
Auf Instagram und Facebook sucht niemand nach deinem Produkt — die Plattform stellt es Menschen vor, die gerade etwas anderes tun. Technische Voraussetzungen: ein Meta-Unternehmenskonto (aktuell „Business-Portfolio“) mit Werbekonto, das Pixel samt serverseitiger Übertragung (am einfachsten über die offizielle Meta-App aus dem Shopify App Store), eine bestätigte Domain und eine festgelegte Reihenfolge der wichtigsten Web-Events in Metas Ereignis-Verwaltung — die Bezeichnungen wechseln, die vier Schritte bleiben. Inhaltlich brauchst du mindestens drei bis fünf unterschiedliche Motive zum Start, sonst testest du nichts, sondern wiederholst dich. Als Faustregel gilt: Eine Anzeigengruppe wird erst stabil, wenn sie pro Woche mehrere Dutzend Abschlüsse des gewählten Ereignisses erreicht (Meta nennt in seiner Hilfe seit Jahren eine Größenordnung um 50 — sieh dort nach, was aktuell gilt); bei kleinem Budget erreichst du das eher mit einem Ereignis weiter oben im Trichter wie „In den Warenkorb“ als mit Käufen.; bei kleinem Budget erreichst du das eher mit einem Ereignis weiter oben im Trichter wie „In den Warenkorb“ als mit Käufen. Erste belastbare Signale hast du nach wenigen Tagen, eine Entscheidung nach ein bis zwei Wochen.
TikTok ist ein Video-Kanal, und die Eintrittshürde ist nicht das Budget, sondern der Produktionsrhythmus: Motive nutzen sich dort schneller ab als auf Meta, du brauchst also regelmäßig neues Material statt eines perfekten Spots. Technisch verbindest du TikTok Business Center, das TikTok-Pixel beziehungsweise die Events-API über die TikTok-App im Shopify App Store und für Video-Shopping-Anzeigen einen Produktkatalog. Mit Spark Ads bewirbst du organische Videos als Anzeige — auch die von Creatorn, wenn sie dir den Autorisierungscode geben; das ist oft der günstigste Weg an gutes Material. Der Kanal passt zu Produkten mit sichtbarem Aha-Moment, zu Impulskäufen und zu eher jüngeren Zielgruppen. Für teure, erklärungsbedürftige Anschaffungen ist er der falsche Ort, weil die Entscheidung dort nicht in 15 Sekunden fällt.
Pinterest liegt dazwischen: Nutzer planen dort eher, als dass sie sich berieseln lassen, und der Planungshorizont ist lang — stark vertreten sind Wohnen und Einrichtung, Garten, Mode, Geschenke, Hochzeit und Rezepte. Du brauchst ein Business-Konto, eine bestätigte Domain, den Pinterest-Tag und einen Produktkatalog; der Aufbau läuft langsamer an, dafür liefern gute Pins über Monate weiter. Creator-Marketing ist streng genommen kein Kanal, sondern eine Inhaltsquelle: Mikro-Creator mit kleiner, aber passgenauer Reichweite kosten Honorar oder Produkt, und der eigentliche Wert liegt oft in den Nutzungsrechten, weil du das Material anschließend als Anzeige auf Meta oder TikTok weiterverwenden darfst. Vereinbare diese Rechte schriftlich vor der Produktion, sonst hast du ein schönes Video, das du nicht schalten kannst. Bezahlte Kooperationen musst du in Deutschland als Werbung kennzeichnen. (Keine Rechtsberatung.)
E-Mail-Marketing: der einzige Kanal, der dir gehört
E-Mail ist der einzige Kanal ohne Plattform dazwischen: Kein Algorithmus entscheidet, ob deine Nachricht ankommt, und niemand erhöht über Nacht den Preis. Der Haken ist die Reihenfolge — du brauchst erst Besucher, bevor du Adressen sammeln kannst. Deshalb ist E-Mail kein Startkanal, sondern der Kanal, der die anderen erst rentabel macht, weil er den zweiten und dritten Kauf ohne neue Klickkosten holt. An Werkzeugen ist Shopify Email bereits im Admin enthalten und hat ein monatliches Freikontingent; spezialisierte Anbieter wie Klaviyo oder Brevo bieten mehr Automatisierung und Segmentierung, kosten aber mit wachsender Liste entsprechend mehr (Stand: September 2026, Tarife ändern sich).
Zwei Automatisierungen verdienen zuerst Geld, alles andere kommt später. Erstens die Erinnerung an abgebrochene Warenkörbe und Checkouts: Shopify bringt diese Mails mit, du musst den automatischen Versand aber einmal einschalten: Die Textvorlage liegt in den Einstellungen bei den Kundenbenachrichtigungen, der Schalter für den automatischen Versand bei den Checkout-Einstellungen — prüfe beides einmal, bevor du dich darauf verlässt. Mehrstufige Strecken baust du im Marketing-Bereich unter Automatisierungen oder in deinem E-Mail-Tool.. Zweitens eine kurze Willkommensstrecke aus zwei bis drei Mails nach der Anmeldung, in der du erklärst, wofür dein Shop steht, statt sofort zu rabattieren. Erst danach lohnen sich Nachkauf-, Bewertungs- und Nachbestell-Mails, und erst bei einer größeren Liste lohnt echte Segmentierung. Miss dabei nicht nur Öffnungsraten, sondern den Umsatz je Aussendung — das ist die einzige Zahl, die eine Strecke rechtfertigt.
Rechtlich gilt in Deutschland, dass Werbe-E-Mails grundsätzlich die vorherige Einwilligung des Empfängers brauchen; das Double-Opt-in-Verfahren ist der übliche Weg, diese Einwilligung nachweisbar zu dokumentieren, und ein funktionierender Abmeldelink gehört in jede Aussendung. Sammle Adressen dort, wo sie ohnehin anfallen: ein dezentes Anmeldefeld im Footer, ein Pop-up erst nach einigen Sekunden oder beim Verlassen der Seite und das Newsletter-Häkchen im Checkout. Was du dafür an Datenschutzhinweisen brauchst, gehört in deine Datenschutzerklärung — mehr dazu im Artikel „Welche Rechtstexte braucht ein Onlineshop?“. (Keine Rechtsberatung.)
Womit ein Shop ohne Reichweite anfangen sollte
Ordne zuerst dein Produkt ein, dann fällt die Kanalwahl fast von selbst. Impulsprodukte — günstig, in Sekunden verständlich, visuell überzeugend — funktionieren dort, wo Menschen ohne Kaufabsicht scrollen: Meta, TikTok, Pinterest. Erklärungsbedürftige Produkte — teuer, vergleichsintensiv, mit offenen Fragen vor dem Kauf — brauchen Kanäle mit Absicht und Zeit: Google-Suche für die konkreten Begriffe, SEO-Inhalte für die Recherchephase, E-Mail und Remarketing für die Wochen dazwischen. B2B verschiebt das noch einmal, weil dort selten eine einzelne Person spontan entscheidet und Bestellungen sich wiederholen; fachliche Inhalte, saubere Angebots- und Rechnungsprozesse und der direkte Kontakt wiegen dort schwerer als jede Anzeigenoptimierung, und LinkedIn-Anzeigen sind zwar zielgenau, pro Klick aber in der Regel deutlich teurer als B2C-Kanäle.
Für einen Shop ohne jede Reichweite lautet die Empfehlung trotzdem fast immer gleich: Fang mit genau einem bezahlten Kanal an — dem, der zu deiner Einordnung oben passt — statt parallel auf fünf Plattformen zu senden. Der Grund ist nicht Bequemlichkeit, sondern Datendichte: Ein Kanal mit ausreichend Klicks beantwortet dir in zwei Wochen Fragen, für die du sonst Monate brauchst — welches Motiv zieht, welcher Preis wird akzeptiert, an welcher Stelle bricht der Checkout ab. Fünf Kanäle mit je einem Fünftel des Budgets liefern fünfmal ein Ergebnis, das man nicht deuten kann. SEO und E-Mail baust du parallel auf, weil beide Zeit brauchen und kein Klickbudget verbrennen — als Startmotor taugen sie aber nicht.
Konkret in dieser Reihenfolge: Erstens Messung vor Werbung — Kanal-App installieren, Pixel oder Tag prüfen und eine Testbestellung auslösen, um im Event Manager zu kontrollieren, ob der Kauf wirklich ankommt. Zweitens Einwilligung klären: Cookie-Banner aktiv, und für Nutzer im EWR erwartet Google Einwilligungssignale über den Consent Mode, sonst messen und remarketen die Plattformen nur eingeschränkt (Stand: September 2026). Drittens eine Kampagne mit einem Ziel und kleinem Tagesbudget, die du 7 bis 14 Tage laufen lässt, ohne täglich zu schrauben. Viertens auswerten, ohne nur auf den Umsatz zu starren: Klickrate, Klickpreis, Warenkorb-Rate und Checkout-Abbrüche sagen dir, ob das Problem an der Anzeige oder am Shop liegt. Fünftens erst dann den zweiten Kanal dazunehmen, wenn der erste rechnet — und die erste Testrunde von vornherein als Lerngeld einplanen, nicht als Umsatzprognose.
Der Produktdatenfeed: eine Datenquelle für Google, Meta und Pinterest
Google Shopping, Meta-Katalog- und Advantage+-Anzeigen, Pinterest-Produkt-Pins und TikToks Video-Shopping-Anzeigen haben eine Gemeinsamkeit: Sie zeigen keine selbst gebauten Werbebilder, sondern Produkte aus einem Datenfeed — und dieser Feed entsteht aus deinen Produktdaten in Shopify. Datenpflege ist deshalb kein Nebenschauplatz, sondern die Voraussetzung dafür, dass drei Plattformen überhaupt ausliefern. Der Vorteil: Du pflegst einmal und bedienst alle. Der Nachteil: Ein nachlässiges Feld bremst alle gleichzeitig.
Die Pflichtübung im Shopify-Admin, Produkt für Produkt: einen aussagekräftigen Titel nach dem Muster Marke + Produkt + entscheidendes Merkmal statt interner Kürzel; das Feld Anbieter füllen, weil die Kanal-Apps es üblicherweise als Marke übergeben; die Produktkategorie aus Shopifys Standard-Taxonomie setzen, weil daraus die Kategoriezuordnung der Plattformen entsteht; den Barcode (GTIN/EAN) je Variante eintragen, sofern der Hersteller einen vergibt — Eigenmarken ohne GTIN kennzeichnest du ausdrücklich als Produkt ohne Kennung — fehlt diese Angabe, quittiert Google das je nach Kategorie mit Warnungen bis hin zur Ablehnung; und Bilder ohne Wasserzeichen und ohne aufgedruckte Rabatt-Störer verwenden, weil genau das gegen Googles Bildvorgaben verstößt. Dazu gehören zwei Einstellungen außerhalb der Produktseite: Versandkosten in den Einstellungen unter „Versand und Lieferung“ sowie Rückgabe- und Widerrufsregeln in den Einstellungen unter „Richtlinien“ (Bezeichnungen können je nach Admin-Version leicht abweichen), weil die Plattformen beides erwarten und im Zweifel dagegen prüfen.
Die Anbindung selbst ist schnell erledigt: den offiziellen Vertriebskanal des jeweiligen Anbieters aus dem Shopify App Store installieren — derzeit „Google & YouTube“, „Facebook & Instagram“, „TikTok“ und „Pinterest“ (Stand: September 2026, die Apps werden gelegentlich umbenannt; suche im Zweifel nach dem Anbieternamen) —, das jeweilige Geschäftskonto verknüpfen (Merchant Center, Commerce Manager, TikTok Business Center, Pinterest Business), die Domain bestätigen und den ersten Sync laufen lassen. Rechne beim ersten Durchlauf fest mit Ablehnungen; die häufigsten Gründe sind Preisabweichungen zwischen Feed und Shopseite, fehlende Versandkosten, unvollständige Pflichttexte und fehlende Produktkennungen — arbeite die Fehlerliste einmal komplett ab, danach ist es Routine. Ein angenehmer Nebeneffekt: Dieselben Titel, Kategorien und Bilder verbessern auch die Suche im eigenen Shop und die organische Sichtbarkeit. Wenn du deinen Shop von MyStoreLab bauen lässt, sind Produkttitel und Kategorien schon so angelegt, dass sie für diese Feeds taugen — die Verbindung zu den Kanal-Apps stellst du danach selbst her, weil sie an deinem eigenen Werbekonto hängt. (Vor Veröffentlichung intern gegenprüfen, was der Aufbau tatsächlich zusichert — besonders bei Bildern aus Lieferantenquellen.), weil sie an deinem eigenen Werbekonto hängen.
Häufige Fragen: Welche Marketing-Plattformen eignen sich für welchen Onlineshop — kurz beantwortet
Mit genau einem bezahlten Kanal, und die Wahl entscheidet ein einfacher Test: Tippe deine wichtigsten Produktbegriffe bei Google ein. Findest du dort Anzeigen und mehrere Shops, gibt es aktive Nachfrage — dann starte mit Google Shopping plus einer kleinen Suchkampagne auf die konkretesten Begriffe. Findest du nur allgemeine Ratgeberseiten, kennt dein Produkt noch niemand, und du musst es zeigen statt es zu bewerben: dann Meta, bei sehr visuellen oder vorführbaren Produkten TikTok. E-Mail-Marketing und SEO richtest du parallel ein, weil sie kein Klickbudget kosten, aber Zeit brauchen — als Startmotor taugen sie nicht.
Eine seriöse Pauschalzahl gibt es nicht, weil Klickpreise je nach Nische stark schwanken. Rechne stattdessen rückwärts: Dein Deckungsbeitrag pro Bestellung ist der maximale Preis, den eine Bestellung kosten darf; multipliziere ihn mit der Anzahl Bestellungen, die du für eine belastbare Aussage brauchst — mit einer Handvoll Bestellungen lässt sich noch nichts ableiten — je mehr Abschlüsse ein Test erreicht, desto belastbarer wird er, und ein einstelliger Wert taugt bestenfalls als Richtungsgefühl. Lass den Test 7 bis 14 Tage laufen, ohne täglich am Budget zu drehen, weil die Plattformen eine Lernphase haben und größere Eingriffe — an Budget, Zielgruppe, Gebotsstrategie oder Motiven — sie zurücksetzen. Reicht dein Budget für zehn Bestellungen nicht, bewerte Zwischenschritte statt Käufe: Klickrate, Klickpreis und Warenkorb-Rate sagen dir früh genug, ob Anzeige oder Shop das Problem ist. Plane diese erste Runde bewusst als Lerngeld ein, nicht als Umsatzprognose.
Nein, du brauchst eine saubere Datenquelle: deine Produkte im Shopify-Admin. Die Vertriebskanal-Apps — Google & YouTube, Facebook & Instagram, Pinterest, TikTok — erzeugen daraus jeweils ihren eigenen Feed und halten ihn synchron, du pflegst also nur an einer Stelle. Unterschiedlich sind die Anforderungen an die Daten: Google ist am strengsten bei Produktkennungen, Kategorie, Preis- und Versandangaben, die anderen Plattformen sind toleranter. Wenn du deine Daten konsequent nach Googles Anforderungen pflegst, erfüllst du die der anderen praktisch automatisch. Rechne trotzdem damit, in jedem Konto einmal eine eigene Fehlerliste abarbeiten zu müssen.
Realistisch Monate, nicht Wochen — bei einem neuen Shop ohne Verlinkungen und in einer umkämpften Nische kann es auch länger als ein halbes Jahr dauern, bis der Traffic spürbar wird. Das Fundament legst du trotzdem am ersten Tag: Sitemap in der Google Search Console einreichen, Titel und Meta-Beschreibungen der wichtigsten Seiten überarbeiten und Kategorieseiten mit echtem, hilfreichem Text versehen statt mit einer Zeile Einleitung. Der größte Hebel sind Kategorieseiten und Ratgeberartikel, die konkrete Fragen deiner Zielgruppe beantworten — die Startseite rankt fast nie für das, womit Menschen einkaufen. Weil das dauert, brauchst du in dieser Zeit einen zweiten Kanal, der schneller liefert, sonst steht der Shop monatelang ohne Besucher da.
Dort funktionieren Kanäle mit Absicht besser als Kanäle mit Entdeckung: Google-Suche für die konkreten Problem- und Produktbegriffe, SEO-Inhalte für die Recherchephase und E-Mail für die Wochen zwischen erstem Kontakt und Entscheidung. Rechne mit längeren Entscheidungswegen — mehrere Besuche vor dem Kauf sind normal, weshalb Remarketing hier deutlich mehr bringt als bei Impulsprodukten. Im B2B kommt hinzu, dass selten eine einzelne Person spontan entscheidet und Bestellungen sich wiederholen; fachliche Inhalte, ein sauberer Angebots- und Rechnungsprozess und der direkte Kontakt wiegen schwerer als jede Anzeigenoptimierung. LinkedIn-Anzeigen sind zielgenau, pro Klick aber meist deutlich teurer als B2C-Kanäle — sie lohnen erst ab entsprechend hohem Auftrags- oder Kundenwert.
Am besten ab dem ersten Tag mit Besuchern, weil das Sammeln von Adressen nichts kostet, das Nachholen aber unmöglich ist: Jeder Besucher, der ohne Anmeldung geht, ist weg. Fang mit zwei Automatisierungen an — der Erinnerung an abgebrochene Warenkörbe und Checkouts, die Shopify unter Einstellungen → Benachrichtigungen bereits mitbringt, und einer kurzen Willkommensstrecke nach der Anmeldung. Rechtlich gilt in Deutschland, dass Werbe-E-Mails grundsätzlich eine vorherige Einwilligung brauchen; das Double-Opt-in-Verfahren ist der übliche Weg, diese Einwilligung nachweisbar zu dokumentieren, und ein Abmeldelink gehört in jede Aussendung. An Werkzeugen ist Shopify Email im Admin bereits enthalten, Anbieter wie Klaviyo oder Brevo bieten mehr Automatisierung, sobald die Liste wächst. (Keine Rechtsberatung.)
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